Freitag, 26. September 2014

Anne Marie Käfer - Eifersucht hat rote Haare

Auch im zweiten Roman der Autorin, Anne Marie Käfer „Eifersucht hat rote Haare„ geht das Spektakel um Karo und ihrer Familie weiter. Eine verrückte aber liebenswerte Familie. Täglich neue, lebhafte Ereignisse, die einem das Schmunzeln lehren. Wieder ist es Opa Heini, der sich den Mund nicht verbieten lässt und mit verrückten Ideen aufwartet.
Karo und ihre beste Freundin Bruni sind schwanger.  Da bleibt es nicht aus, dass sie manchmal anders ticken, als erwartet. Als für Paul, Chef der Kaugummifabrik, und Karos Ehemann, eine neue Sekretärin eingestellt werden soll, übernehmen Karo und Bruni die Auswahl. Denn alles darf die „Neue“ sein, nur nicht hübsch. Karo ist eifersüchtig und wacht mit Argusaugen über Paul. Verwicklungen, lachen und weinen, alles gehört zusammen.
Diese humorvolle Fortsetzung des  ersten Romans „Lügen haben rote Haare“ ist der Autorin gut gelungen. Die Art und Weise, wie sie Dinge beschreibt, ist einen Lacher wert. Ihrem flotten Schreibstil ist sie treu geblieben und das Wort Langweile können sie getrost vergessen.
Ein toller Lesespaß,  den ich bestens empfehle.
Viel Vergnügen und eine lachende Lesezeit. Sie werden sich fühlen, als währen Sie mittendrin im Geschehen. Ein überraschendes Ende sei Ihnen sicher.

Ihre
Rita Hajak

Über die Autorin:
Der Autorenname »Anne-Marie Käfer« ist ein Pseudonym.
Bereits als Kind schrieb die Autorin gerne kleine Geschichten. Als Fünfzehnjährige erhielt sie bei einem Preisausschreiben mit ihrer Geschichte den 2. Platz, der mit 2.000 DM belohnt wurde.
Ihr Debüt-Roman "Lügen haben rote Haare" erschien im September 2013 als E-Book.
Anne-Marie Käfer lebt heute mit ihrem Mann im Ruhrgebiet und widmet sich, neben dem Schreiben, der Steinmalerei.

Montag, 4. August 2014

Irmgard Hiergeist - Stockpergers Höllenfahrt

 
Auf ihrer Wandertour zum Dreisesselberg verharrt Erna Rosenstingl einen Moment und schaut auf eine Felsformation, neben der ein Holzkreuz aufgestellt ist, mit einem Blumenstrauß davor. Eine einladende Bank veranlasst sie, sich niederzulassen und auszuruhen.
Ärgerlich blickt sie auf ein kleines Männlein, das sich mit seinem Bündel neben sie setzt.  Es stellt sich als Jockel vor und beginnt, ihr von dem Mordfall „Stockperger“ zu berichten. Anfangs hält sie es für eine Sage, doch dann wird die Erzählung intensiver und gespannt hört sie zu: 

Eine Gruppe junger Leute, die zu einer Wanderung unterwegs sind machen an einer Bergwand einen grausigen Fund: Ein Toter, bestialisch zugerichtet.  Kommissar Löschhörndl hat es nicht leicht, in dem Dorf, in dem der Tode lebte, zu ermitteln. Fast alle haben ein Alibi und andere scheinen nichts zu wissen. Das Dorf hält zusammen und schweigt. Es bleibt jedoch nicht bei diesem einen Mord, und die Aufklärung des Falles ist für den Kommissar umso überraschender. (Für Sie, lieber Leser, sicher auch).

Das Männlein legt immer wieder Pausen ein und unterhält sich mit Erna, die ihn jedoch, neugierig geworden, zum Weitererzählen auffordert.

Man hat das Gefühl mit auf der Bank zu sitzen und zuzuhören. Auch die Atmosphäre des Dorfes bringt den Leser näher an die Menschen heran und man glaubt, mittendrin zu sein.

Der Autorin, Irmgard Hiergeist ist es erneut gelungen mit "Stockpergers Höllenfahrt"einen wunderschönen Roman zu schreiben, der durch seine Sprache  verständig, interessant und geheimnisumwittert dargestellt wird.

Ein gut durchdachter, spannender Krimi aus dem Bayrischen Wald.

Mehr über die Autorin erfahren sie auf ihrer Internetseite 

Dienstag, 1. Juli 2014

GeorgeTenner - Monet und der Tod auf der Insel




Der 6. Lasse Larsson Krimi "Monet und der Tod auf der Insel" des Autors George Tenner beginnt mit dem Verschwinden eines Kindes am Strand in Bansin. Die tagelange Suche nach ihm lässt den Leser zwischen Hoffen und Bangen hin und her wandern. Der sympathische Kommissar Larsson hat mit diesem Fall nicht genug. Statt des Kindes findet man eine männliche Leiche eines unaufgeklärten früheren Falles. Als er auf die Spur einer Kunstfälscher-Bande trifft, verstrickt er sich in die Machenschaften ausländischer Geheimdienste.

Ein anspruchsvoller Krimi, mit hohem sprachlichen Niveau, wie man es von dem Autor nicht anders kennt. Fiktion und Realität wechseln sich in diesem Roman ab. Die Landschaft an der Ostsee ist eindrucksvoll beschrieben, wahre Begebenheiten gründlich recherchiert.
Für den Leser bleibt die Handlung unvorhersehbar und spannend bis zum Schluss.

Keine leichte Kost, aber dennoch gut verdaulich. (Meine Rezension bei Amazon)

Zum besseren Verständnis erklärt der Autor zu Beginn des Roman einiges über die Hintergründe der Fälle. Dass im Anschluss an den Roman stehende Interview mit dem Otto-Dix Fälscher Rüdiger Faller, sollten sie unbedingt lesen.

Wenn Sie mehr über den Schriftsteller, George Tenner, erfahren möchten, schauen Sie auf seine Internetpräsenz.

Ich wünsche spannende Lesestunden!


Ihre
Rita Hajak

Donnerstag, 3. April 2014

Anthologie "Damals - mein zweites Leben" - Net-Verlag




Die Anthologie „Damals - mein zweites Leben" durch den Net-Verlag ist erschienen.

Wie der Titel verrät, geht es in diesen Geschichten um Wiedergeburt. Beiträge von verschiedenen Autorinnen und Autoren machen dieses Buch zu einem spannenden Abenteuer in eine vergangene Zeit. Lassen Sie sich zurückversetzen in ein anderes Leben!
Ich freue mich, mit einer Geschichte dabei zu sein und bei den drei besten Geschichten Platz 2 erreicht zu haben.  

Mein Beitrag: Stürme einer Epoche

Leseprobe:
Ich schrecke schweißgebadet und zitternd aus dem Schlaf. Dieser Traum lässt mir keine Ruhe. Ich träume ihn fast jede Nacht. Es sind einzelne Szenen, die keine Einheit ergeben: Auf dem Hof bricht ein Feuer aus. Die Fassade des Hauses, in dem ich mit meinen Geschwistern und meinen Eltern wohne, sieht abgenutzt aus. Der Ort ist mir unbekannt und auch wieder nicht. Das Feuer kann gelöscht werden, aber dieser Mann, der aus dem Nichts erscheint, ist all gegenwärtig. Vermutlich hat er mit seinen Männer das Feuer in den Scheunen gelegt und zuvor ausgeplündert. Ich spüre seine Hand, die nach mir greift und mich in einen Pferdewagen zerrt, der mit einer Plane abgedeckt ist. Er wirft mich auf einen Heuballen und reißt meinen Rock herunter. Eine winzige Öllampe brennt. Ich sehe an seinen gierigen Augen, dass er mich besitzen will. Ich schreie. Nur nicht weiterträumen müssen. Ich habe Angst zu erfahren, was der Mann mit mir anstellt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und aufregende Momente beim Lesen!

Gute Zeit
Ihre Rita Hajak 

Freitag, 7. März 2014

GeorgeTenner - Jenseits von Deutschland



 
Der Autor, George Tenner, hat einen Roman geschrieben, in den er viel Recherche, Hintergrundwissen und Herzblut investiert hat. Ein Roman für die Soldaten, gegen den Krieg.  Von den Bundeswehrsoldaten, die für das Kriegsgebiet in Afghanistan ausgebildet wurden, hat jeder der sechs Männer, die hoffnungsvoll in den Krieg zogen, seine eigene Geschichte. Einer von ihnen findet Gründe, den Einsatz im Kriegsgebiet zu umgehen.
Das Entsetzten, die Grausamkeit und das Unverständnis darüber, was sie dort erleben mussten, machte sie zu anderen Menschen. Wer nicht den Tod fand, kam traumatisiert, verwundet, nicht begreifend nach Hause zurück. Eine Rückkehr ins „normale“ Leben war kaum möglich.

Für manch einen ist es nicht leicht, die Hintergründe dieses „Heiligen Krieges“ zu verstehen. Auch mir ist es nicht immer gelungen. Obwohl der Autor in flüssigem Schreibstil die Hintergründe mithilfe von Dialogen, Briefen etc. deutlich macht.

Ein wahrhaft gelungenes Buch, "Jenseits von Deutschland" das ich bestens empfehlen kann.

Mehr über den Schriftsteller George Tenner erfahren Sie auf seiner Bücherseite

Gute Zeit!
Ihre Rita Hajak

Mittwoch, 12. Februar 2014

Jussi Adler-Olson - Erbarmen


Der Autor, Jussi Adler-Olson, hat mit »Erbarmen« eine fesselnde Geschichte geschrieben. In den ca. ersten 70 Seiten stellt der Autor den Sonderkommissar Carl Morck vor, damit man sich von ihm ein Bild machen kann. Morck befindet sich in schlechter Verfassung, da er seinen letzten missglückten Einsatz noch nicht verkraftet hat. Einer seiner Kollegen kam dabei ums Leben. Ein anderer war durch die schwere Schussverletzung querschnittgelähmt.

Da man Morck aus seiner bisherigen Abteilung abschieben möchte, wird das Sonderdezernat Q gegründet, eigens für ihn. Eine Abteilung ungelöster Fälle. Ihm zur Seite wird Haefz-el-Assad gestellt, der sich als brauchbarer Kollege entpuppt. Sie graben den fünf Jahre alten Fall von »Merete Lynggard« heraus und beginnen zu recherchieren.

Das grausame Schicksal dieser Frau, ihre Qualen, das Leid, das ihr zugeführt wird, können Sie hautnah miterleben. Ich bin mir sicher, es wird Sie nicht kalt lassen.
 
Werden Kommissar Morck und sein Kollege den Fall nach so vielen Jahren lösen können? Ein atemberaubender Psychothriller, den Sie nicht aus der Hand legen werden.
(Der Roman wurde verfilmt und ist derzeit in den Kinos angelaufen. Schauen Sie hier

Viel Vergnügen beim Lesen.

Gute Zeit!
Ihre Rita Hajak