Dienstag, 23. November 2021

Lisa Torberg - Kuschel-Winter-Blizzardliebe

 

 

Das Buch

Das Schneechaos wirft Emmas Pläne über den Haufen. Eigentlich will sie sich nur zu Hause in Saint Cloud vergraben und darauf warten, dass die gefühlsduselige Weihnachtszeit, die sie hasst, vorübergeht. Stattdessen muss sie die übergroßen Stofftiere für ein krankes Mädchen ausliefern, obwohl das wahrlich nicht ihr Job bei Cuddly Toys ist. Mit Einhorn und Co. macht sie sich auf den Weg in den Norden Minnesotas und einem Blizzard entgegen – und plötzlich sitzt sie im Haus des Kunden fest. Nik Hanson raubt ihr schon an der Haustür den Atem und die kleine gelähmte Annie und ihre bezaubernde Mutter spannen Emma für die Weihnachtsvorbereitungen ein. Ausgerechnet sie! Zwischen Kerzen und Keksen flirtet Nik ganz offen mit ihr und verwirrt sie immer mehr. Nach und nach erkennt Emma, dass nicht alles so ist, wie es scheint, und öffnet ihr Herz. Doch der Schneesturm zieht vorbei und die Realität holt sie mit voller Wucht ein. Können Gefühle gegen widrige äußere Umstände ankommen?

 

Rezension

Eine warmherzige atmosphärische Geschichte, die wunderbar zur Weihnachtszeit passt. Die Charaktere der Protagonisten sind gut gezeichnet. Eine Story, die sich leicht und wohlwollend liest.
Die kleine Annie hat schnell durchschaut, was Nik und Emma verbindet. Doch die misstrauische junge Frau wehrt sich gegen aufkommende Gefühle. Die Autorin versteht es, diesen Roman lebhaft und bildlich darzustellen. Man taucht ein und badet in Liebe, Romantik und Emotionen. Ein wahrer Lesegenuss. 

Viel Vergnügen

 

 

 


 

 

 


Sonntag, 20. Dezember 2020

Lisa Torberg - Wenn es Liebe schneit

 


 Das Buch

Sie waren jung, verliebt, das Traumpaar schlechthin – bis er spurlos verschwand. Dreizehn Jahre später ist er plötzlich wieder da … aber er ist nicht allein.

Liam Cranford ist zu allem bereit, um das Versprechen einzulösen, das er seinem Freund gegeben hat. Hals über Kopf verlässt er mit der kleinen Maisie Labrador City. Sein Weg durch das winterliche Kanada führt ihn auf die Insel Neufundland, die er vor vielen Jahren verlassen hat.
Scarlett Winter traut ihren Augen nicht, als sie den Mann erkennt, der mit einem verletzten Mädchen in ihre Praxis stürmt. Unter anderen Umständen würde sie Liam sofort wegschicken – aber sie lebt für ihren Beruf. Schon während sie Maisie verarztet, erobert die Kleine ihr Herz im Sturm. Oder rast es wegen Liam so aufgeregt in ihrer Brust, den sie trotz allem nie vergessen hat?

 

Rezension 

Die Autorin Lisa Torberg hat mit dieser Geschichte "Wenn es Liebe schneit“ wieder einmal einen herzerfrischenden Roman geschrieben. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, super passend zur Winterzeit, die einem das Herz öffnet und für einige Zeit eintauchen lässt, in die Stimmung dieses Romans. Das schöne Cover hat mich sofort inspiriert.
Liam kehrt nach 13 Jahren in seine Heimat zurück, mit ihm die zauberhafte kleine Maisie, die Tochter seines toten Freundes, der ihm das Versprechen abverlangte, sich um Maisie zu kümmern. Eines Tages nennt ihn das Kind Papa und er weiß, das Kind gibt er niemals wieder her. Als sie sich verletzt und Liam eine Praxis aussucht, sieht er seine einstige Liebe Scarlett wieder, als Ärztin.
Eine Zeit beginnt, die mich mitten hinein in das Geschehen lockt und das Gefühl vermittelt dabei zu sein.  Gut gearbeitete Charaktere, liebevoll skizziert. Klare Kaufempfehlung!

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Viel Spaß beim Lesen

Ihre Rita Hajak


Donnerstag, 3. Dezember 2020

Elsa Rieger - Hanna und die Zauberer

 


Das Buch

Wird es leichter, wenn sich die beiden schwarzen Schafe aus einer Dramafamilie ausklinken und auf einen eigenen Weg begeben? Wenig ist von der einst heilen Familienwelt geblieben: Der Vater lebt seine Homosexualität aus, die Mutter verwirklicht sich als Malerin und drei der fünf erwachsenen Kinder ziehen ihr eigenes Ding durch. Hanna und ihr erkrankter Bruder Tobi fallen durch alle Raster. Als die Familie Tobi in eine Einrichtung abgeben will, nimmt ihn Hanna zu sich, ohne die Folgen zu erahnen – Schlag folgt auf Schlag. Manchmal hilft Lachen, um zu verkraften, was einem widerfährt. Manchmal klingt es verzweifelt, manchmal erleichtert. Manchmal lachen wir, weil das Leben ist, wie es ist, und wir dennoch nicht in Mutlosigkeit versinken sollen. 

 

Rezension

Ein Roman, mit wahren Elementen, der unter die Haut geht. Der Schreibstil der Autorin fesselt mich jedes Mal auf Neue. Einmal in das Buch geschaut und schon ist man gefangen. Die Protagonisten sind allesamt gut getroffen, mit überzeugenden Charakteren.  Ohne überflüssigen Schnickschnack liest sich der Roman spannend und atemberaubend schön. Trotz der traurigen familiären Situation, ist auch Fröhlichkeit zu spüren. In der Familie geht jeder seine eigenen Wege und versucht seine Probleme zu meistern.
Die Protagonistin Hanna opfert sich liebevoll für ihren kranken Bruder Tobi auf, der an Schizophrenie leidet und fürchterlich tobt, wenn sich die „bösen Zauberer“ in seinen Kopf drängen. Hanna weiß damit umzugehen und holt ihren Bruder, nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie, zu sich nach Hause, nachdem ihre Mutter nicht mehr die Kraft für seine Betreuung aufbringt. Eine schwere Zeit beginnt, in der auch Hannas Liebesbeziehung in den Hintergrund gedrängt wird. Eine Familie in der Leid und auch Herzenswärme zu spüren ist und einem das Gefühl der Zugehörigkeit vermittelt. Doch es sind auch Grenzen gesetzt, die ganz schön an den Nerven zerren.
Mehr möchte ich nicht verraten. Lesen und erleben Sie selbst diese wunderschöne Geschichte, die auch Sie verzaubern wird.  Eine Geschichte ohne lange Sätze und überflüssigen Beschreibungen, doch so bildlich dargestellt, wie es für Elsa Rieger typisch ist. Ein empfehlenswerter Roman der zu Herzen geht. 

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Montag, 13. Juli 2020

Ernst Michael Schwarz - Der Tote im Luisenhain







Das Buch


Hauptkommissar Karl Sander ist genervt. Ein übel zugerichteter Toter im beschaulichen Köpenick, im Luisenhain an der Spree, in unmittelbarer Nähe seiner Stammkneipe. Der Tote war mal eine gefürchtete und mächtige Person in Köpenick. Die Ermittlungen führen Sander und sein Team tief in die Vergangenheit zurück. Die Spur weist erst nach Gosen in einen Bunker und zu einer Waffenschieberbande nach Neukölln. Als Sander merkt, dass es hier auch um sein Leben geht, eine Vergangenheit, die dreißig Jahre zurückliegt und die er immer verdrängt hatte, ist es fast zu spät.
Wer ist der unbekannte Rächer, der seine blutige Spur durch Köpenick zieht? Was geschah 1987?
Immer wieder tauchen neue Leichen auf....


Rezension

Das Thema Stasi ist nicht meins, habe aber aus Neugier den Roman gelesen und nicht bereut.

Hauptkommissar Sander und sein Team, haben in kurzer Zeit mehrere Tote auf dem Tisch. Der erste Tote, eine einflussreiche Person in Köpenick, brachte den Stein ins Rollen. Die Spuren führen 30 Jahre zurück in die Stasizeit. Sander bemerkt spät, dass auch er in dieser Sache eine Rolle spielt.
Ohne unnötigen Schnickschnack hat Ernst Michael Schwarz eine gut inszenierte Geschichte geschrieben. Authentisch und spannend zu lesen, mit glaubwürdigen Charakteren. Die Polizeiarbeit ist stimmig. Die Gegend, mit besonderem Flair, hat der Autor gut in Szene gesetzt.

Ein empfehlenswerter Krimi, für eine angenehme Lesezeit.

Ihre
Rita Hajak

Samstag, 11. Juli 2020

Marcus Johanus - Zum zweiten mal tot





 Zum Buch

Die junge Kriminalpsychologin Lisa Kreuzer lebt auf der Überholspur. Karriere. Popularität. Erfolg auf ganzer Linie. Bis sie bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn stirbt.
Lisa verbringt einige Minuten im Jenseits, bevor sie wiederbelebt wird. Zusammen mit weiteren Unfallopfern, die ins Leben zurückgeholt wurden, wird sie Wochen später aus einer Gruppentherapie in ihren Alltag entlassen.
Doch Lisa gelingt die Rückkehr in ihr altes Leben nicht. Ihre Nahtoderfahrung hat sie zu sehr verändert.
Da empfängt sie auf ihrem Handy Nachrichten von einem Fremden, der behauptet, aus dem Jenseits zu sein.

Und er will ihren Tod.


Rezension

Der Roman ist von Anfang an spannungsgeladen, dass es schwerfällt, eine Pause einzulegen. Die Protagonistin Lisa Kreuzer, wird nach einem Verkehrsunfall reanimiert. Die Nahtoderfahrung lässt sie nicht los und erschwert ihr die Rückkehr in ein normales Leben. Es entsteht ein atemberaubendes Gefühlschaos, welches sich wie ein roter Faden durch die Geschichte schlängelt. Der Autor Marcus Johanus hat auf geschickte Weise die Ängste und Gefühle der Beteiligten sichtbar gemacht und sich tief in deren Psyche gewagt. Jede Regung konnte ich spüren und nachvollziehen. Der Herzschlag wird hochgehalten und die Spannung und Neugier geschürt.

Ein Lese-Vergnügen, das einiges abverlangt. Flott erzählt, nie langweilig, ein super Thriller.


Viel Spaß beim Lesen
Ihre Rita Hajak

Freitag, 3. April 2020

Ernst Michael Schwarz - Das Geheimnis der Dominikaner







Das Buch

Peru - ein fernes, geheimnisvolles Land. Die Bevölkerung ist fast ausschließlich katholischen Glaubens und noch tief in den Naturreligionen der Ureinwohner verwurzelt. Mächtige Bischöfe und Orden, wie z.B. die Dominikaner, beherrschen die katholische Kirche im Land, tolerieren aber zugleich die alten Religionen der Peruaner. Obwohl der Opus Dei über eine fast uneingeschränkte Macht verfügt, haben sich im Lande mehrere konservative Geheimbünde fest verankert und ihre Macht stark verfestigt.

Mitten in Lima werden im Jahr 2009 auf dem Gelände der Universität in einer versteckten ehemaligen Bibliothek der Dominikaner brisante Dokumente und Schriften gefunden. Die Dokumente gehen auf Ereignisse des 1. Jahrhunderts in Gallien und Rom zurück.
Zur Entschlüsselung dieser Schriften wird aus den USA eine weltbekannte Altertums- und Sprachwissenschaftlerin eingeflogen. Welche Rolle spielen der Erzbischof von Lima, der Opus Dei und eine weitere ominöse Geheimorganisation?

Die Jagd beginnt durch Peru und endet erst im Geheimarchiv des Vatikans.
Die Geschichte von Faustus und die Spurensuche nach den Wurzeln unserer Religion geht weiter. Müssen die jahrtausendealten Fragen nach den Ursprüngen des christlichen Glaubens neu gestellt werden? War Golgatha doch nicht die letzte Spur?


Rezension

Mit diesem Roman bescherte mir Ernst Michael Schwarz wieder einmal eine sprachlich gut erzählte Geschichte, mit neuer Spurensuche nach den Wurzeln unsere Religion. Spekulationen über Jesus von Nazareth. Spannende Elemente, aufgebaut in zwei verschiedenen Zeitepochen, sorgen für eine angenehme Lesezeit. Jeder kann den Inhalt interpretieren, wie er es möchte. Es sind lediglich Möglichkeiten, wie es gewesen sein könnte.

Der Autor schafft es immer wieder mich mit interessanten Behauptungen in Stauen zu versetzen, so als wäre alles real. Den Roman kaum aus der Hand gelegt, habe ich in fast einem Rutsch gelesen.
Ich empfehle ihn gerne weiter.

Ich wünsche eine angenehme und spannende Lesezeit!

Ihre
Rita Hajak