Dienstag, 14. Juni 2011

Hannelore Elsner: Autobiografie »Im Überschwang«

Hannelore Elsner, eine beliebte deutsche Schauspielerin hat ihre Autobiografie geschrieben und veröffentlicht. Sie gehört zu den Größten der Filmgeschichte. Wenn man ihren Namen hört, denkt man sofort an ihre sinnlich-erotische Stimme, die warm und beruhigend klingt.
In ihrem Buch »Im Überschwang« erzählt sie mit einer überzeugenden Ehrlichkeit ihre Geschichte, anrührend und liebenswert. Außerdem befinden sich im  Buch  schöne Bildern aus früheren Zeiten.
Immer wieder hat sich Hannelore E. zurückgezogen, um in Ruhe zu schreiben. Nach eineinhalb Jahren hatte sie ihre Autobiografie fertig.
In vielen Filmen hat sie bisher mit gewirkt, an die sich viele von uns sicher erinnern. Für ihren ersten Film »Die Unberührbare« wurde ihr 1972 die goldene Kamera überreicht.

Die Jahre haben die große Dame des Films geprägt. Dennoch strahlt sie heute wie damals die gleiche Anziehungskraft aus. Jede Rolle spielt sie mit Bravour. Sie sagt selbst: »Jedes Alter ist ein neues Abenteuer«. Damit stimme ich ihr zu.
In ihrem Buch erzählt Hannelore Elsner über ihre Kindheit. Über den frühen Tod ihres Vaters, das Aufwachsen bei den Großeltern in Oberbayern. Sie spricht über das angespannte Verhältnis zu ihrer Mutter, berichtet über die Schulzeit, den Aufenthalt in einem katholischen Mädcheninternat und vieles mehr.  Auch der Tod ihres Bruders war eine schlimme Erfahrung.

Hannelore Elsner, geboren 1942 in Burghausen, hatte ihre erste Filmerfahrung in Istanbul. Danach besuchte sie die Schauspielschule. In den 50er Jahren begann ihre Schauspielkarriere, in Film, Fernsehen und Theater. Nach »Die Reise nach Wien« und »Berlinger« begann sie 1994 als Lea Sommer in der TV-Serie »Die »Kommissarin« und gewann große Popularität.
1999 folgte das Kino-Comeback »Die Unberührbare«. Es folgten weitere Filme und Preisverleihungen.

Ihren Charme und ihre Persönlichkeit hat die Schauspielerin und Autorin nie verloren.


Weiterhin viel Glück!




Montag, 23. Mai 2011

Thomas Hillenbrand: »Teufelsfrucht«

»Teufelsfrucht« ist ein Krimi der genussvollen Art. Wer seinen Gaumen gerne mit kulinarischen Genüssen verwöhnt, ist mit diesem Roman bestens bedient.

Der Koch Xavier Kieffer führt in der Luxemburger Unterstadt ein angenehmes Leben. Für ihn gibt es kaum etwas Wichtigeres, als seine Gäste mit Spezialitäten zu verwöhnen. Doch alles ändert sich schlagartig, als ein Gastro-Kritiker tot in seinem Lokal liegt.

Eine beginnende mysteriöse Brandserie und das Verschwinden seines ehemaligen Lehrmeisters, veranlassen Kieffer Nachforschungen anzustellen.
Seine Recherchen führen ihn auf die Spur eines kulinarischen Skandals, was ihn in höchste Lebensgefahr bringt.

Zusammen mit einem Gläschen Wein und leckerer Pastete, wird dieser Krimi zu einer angenehmen Lesestunde!


Thomas Hillenbrand, 1972 in Hamburg geboren. Nach seinem Studium arbeitete er als Journalist und schrieb u.a. für einige Handelsblätter aus Frankfurt, Hamburg und New York sowie für Spiegel.de. Sein Interesse gilt Wirtschafts- und Technologiethemen. Er arbeitet als freier Autor und lebt zurzeit in München. Der Autor ist begeisterter Hobbykoch.



Montag, 2. Mai 2011

Raymond Khoury: »Dogma«


In leicht verständlicher unterhaltsamer Form bringt uns der Autor Raymond Khoury seinen neuen Roman »Dogma«nahe.
Es ist eine Fortsetzungsgeschichte des Bestsellers »Scriptum« und alles dreht sich um ein Geheimnis der Templer, von denen im Jahr 1204 einigen die Flucht aus der Stadt gelingt. In ihrem Besitz befinden sich drei geheimnisvolle Truhen. Doch sie werden aufgehalten.

In der Stadt Istanbul im Jahre 2010 macht ein iranischer Archäologe eine Entdeckung, daraufhin man ihn mit dem Tode bedroht. Agent Reilly versucht, die entführte Tess zu retten. Dafür muss er wichtige Unterlagen stehlen, die in den vatikanischen Archiven zu finden sind. Die Jagt beginnt: Spannend, atemberaubend, dramatisch.
Die Geschichte pendelt im damals und heute, ohne zu verwirren.

Wem der Roman »Scriptum« gefallen hat, wird mit »Dogma« eine angenehme Lesezeit verbringen.


 
Raymond Khoury, 1960 in Beirut geboren, machte sich, nach seiner Tätigkeit als Architekt, einen Namen als Drehbuchautor. Sein erster Roman »Scriptum« wurde zum Bestseller. Er wurde unter dem Titel »Scriptum – Der letzte Tempelritter« verfilmt und im Januar 2009 uraufgeführt. Der Autor lebt mit Frau und zwei Töchtern in London.


Montag, 11. April 2011

Donna W.Cross: Die Päpstin


»Die Päpstin« spielt in einer Zeit, in der die Männer das Sagen haben und eher Söhne als Töchter bei den Vätern willkommen sind. In dieser Epoche hat Johanna das Licht der Welt erblickt. Sie entwickelt sich zu einem wissbegierigen, intelligenten Kind und ist ihrem Vater, einem Dorfpriester, ein Dorn im Auge. Ihre geliebte Mutter wird von ihm oft geschlagen und erträgt demütig ihr Schicksal. Ihrem Kind jedoch gibt sie den Rat, aus Schaden klug zu werden und nie eine Ehe einzugehen, wenn ihr das gleiche Schicksal erspart bleiben soll. Diese Worte haben sich in Johannas Kopf eingeprägt.

Von ihrem Bruder lernt sie heimlich lesen und schreiben. Sie schafft es, an der Domschule aufgenommen und unterrichtet zu werden. Sie erkennt bald, dass ihre Chancen, als Frau weiterstudieren, gleich null sind.
Johanna schlüpft in die Kleider eines Jungen und eignet sich im Kloster Fulda großes medizinisches Wissen an. Später wird sie Leibarzt des Papstes Sergius II. und von seinem Nachfolger Leo IV. Dass sie nach dessen Tod zum Papst ernannt wird, kann sie kaum glauben.
Die Wege, die Johanna als Mann beschreitet, sind begleitet von Zerstörung, Gewalt und Niedertracht, aber auch von Wohlwollen. 
 
»Die Päpstin« ist ein für mich faszinierender historischer Roman aus dem 9. Jahrhundert, den ich vor vielen Jahren gelesen habe, und bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Viele Begebenheiten in diesem spannenden, gefühlvollen Roman haben tatsächlich stattgefunden.


Der Roman von Donna W.Cross wurde für das Fernsehen verfilmt, und wird im Spätherbst in der ARD ausgestrahlt. Wer sich dafür interessiert, sollte den Roman vorher gelesen haben.

Lesen Sie hier den Lebenslauf von Donna W. Cross



Dienstag, 5. April 2011

Jan Wallentin: »Strindbergs Stern«

Einen entsetzlichen Fund macht der Hobbytaucher Erik bei einem Tauchgang. In einem Sack befindet sich eine gut konservierte Leiche, die schon ziemlich lange dort gelegen haben muss. Ein Kreuz, dass er bei dem Toten findet ist vorerst für niemand von Interesse, bis der Arzt Don Titelmann sich bereit erklärt den Fund zu begutachten. Er findet Erik, nachdem er nicht zuhause anzutreffen ist, tot im See. Er wurde erschlagen.

Plötzlich ist das Kreuz von größter Wichtigkeit. Das mysteriöse Kreuz wird zum Mittelpunkt der Geschichte. Don Titelmann, ständig vollgepumpt mit Medikamenten, steht unter Mordverdacht. Die Aufklärung der Geschichte führt Sie in die Vergangenheit.

Eine spannende Geschichte, in einer angenehmen Sprache, von Antje Rieck-Blankenburg ins Deutsche übersetzt.

Jan Wallentin, 1979 in Linköping/Schweden geboren, wurde nach einigen Studiengängen 2000 Nachrichtensprecher für das schwedische Fernsehen. Sein erster Roman »Strindbergs Stern« wurde ein voller Erfolg. Mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern lebt der Autor in Stockholm.


Sonntag, 27. März 2011

Tatjana Kruse: »Nadel, Faden, Hackebeil«

Siggi Seifferheld, Hauptkommissar a.D. hilft gerne der Polizei in Schwäbisch Hall, einen Fall zu lösen. Obwohl die Polizei bei dem ermordeten Landtagsabgeordneten Lambert von Bellinger ein politisches Motiv vermutet, geht Seifferheld seine eigenen Wege und zwar direkt in das Privatleben des Toten. Und wie bestellt findet er eine zweite Leiche.
Der pensionierte Kommissar, der mit seiner Schwester, Tochter und Nichte zusammenlebt, lernt nebenbei das Kochen. Immer wieder wird er von seinen Ermittlungen abgelenkt. Jetzt kommt auch noch der Kochwettbewerb dazwischen. In seinem lebhaften Familienkreis geht es drunter und drüber.

Die Autorin Tatjana Kruse, versteht es wieder einmal meisterhaft in Ihrem neuen Krimi "Nadel, Faden, Hackebeil"Ernsthaftes und Humorvolles unter einen Hut zu bringen. Durch die turbulenten Nebenhandlungen hat dieser Krimi die Lacher auf seiner Seite.
Eben eine vergnügliche Lektüre!

Die Autorin wurde mit dem »Marlowe« der Raymund-Chandler-Gesellschaft ausgezeichnet und einige Male für den Agatha-Christie-Preis norminiert.