Montag, 6. August 2018

Ernst Michael Schwarz: Apokalypse - Wettlauf mit der Zeit







Buchbeschreibung

Am Flughafen Leonardo da Vinci in Rom wird ein aus Kairo kommender Kurier des Vatikans erschossen.
Dem Vizeinspekteur der vatikanischen Polizei gelingt es, dessen Koffer an sich zu bringen. Darin finden sich Fragmente und Schriften, die auf Ereignisse des Jahres 69 in Alexandria verweisen, auf Funde am Montségur 1891 und in Peru 2009.
Eine mächtige Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise im Vatikan reicht und mehrere Geheimorganisationen auf den Plan ruft, erfordert sofortiges Eingreifen.
Die Lösung scheint unter einer Nekropole zwischen Alexandria und Kairo zu liegen.
Endet hier die Geschichte vom Centurio Faustus?



Ernst Michael Schwarz hält die Spannung aufrecht. Auch in diesem Roman wird spekuliert, was vor 2000 Jahren passiert sein könnte. Ist Jesus am Kreuz gestorben oder nicht? Zweifel über Zweifel. Nach der Ermordung eines Kuriers des Vatikans, müssen in einer aufregenden und gefährlichen Mission Schriften, die Beweise enthalten sollen, in Sicherheit gebracht werden, um der Menschheit ihren Glauben zu bewahren, wie immer er auch aussehen mag.

Man kann den Kopf in den Sand stecken oder ihn auch dazu benutzen, darüber nachzudenken.  Was steht in dem Buch mit den sieben Siegeln? Wer hat zwei Siegel davon bereits zerstört?

Ein Roman, der fasziniert und Ereignisse schildert, die gerne verschwiegen werden.
Meine Empfehlung: Hochkarätige Leselektüre!

Ich wünsche spannende Lesezeit!

Ihre Rita Hajak




Donnerstag, 1. März 2018

Elsa Rieger - Heleneland






Mit dem Roman Heleneland ist der Autorin Elsa Rieger ein tolles Werk gelungen.

Kurzbeschreibung

Helene hat scheinbar alles, was eine junge Frau sich wünschen kann: sie ist attraktiv, die Männer liegen ihr zu Füßen und ihr Vater macht sie gerade zur Geschäftsführerin seines Miederwarenunternehmens.
Trotzdem ist sie getrieben und einsam, stürzt sich in wilde Fantasien und stößt die Menschen, die sie lieben, vor den Kopf. Warum, kann sie sich selbst nicht erklären.
Tief in sich spürt Helene, dass es eine Lücke, ein Familiengeheimnis gibt, das ihrem Glück im Weg steht.

Meine Einschätzung
 
Helenes Fantasie ist wirklich himmelschreiend. Sie hat Visionen, flüchtet sich in eine Traumwelt, in der sie von bösen Kreaturen heimgesucht wird, oder auch Angenehmes erlebt. Sie stürzt sich von einer Liebesbeziehung in die nächste. Immer auf der Suche nach der Liebe ihres Lebens. Ihrem Vater steht sie sehr nahe, während das Verhältnis zur Mutter nicht gut ist. Spätere Erkenntnisse machen ihr zu schaffen; das Drama spitzt sich zu.

Dieser Roman hat ein atemberaubendes Tempo, Langweile kommt keine auf. Spannung pur!

Die Geschichte hat mich gefangen genommen. Sie ist so lebensnah, gefühlvoll erzählt, dass ich es oft körperlich gefühlt habe. Man muss sich hineinversetzten in die Lektüre, und alles um sich herum vergessen, wenn man es spüren will. Helene, die Protagonistin ist eine erstaunliche Persönlichkeit, die ich mit offenem Mund begleitet habe.
Mein Kompliment an die Autorin, Elsa Rieger, für diesen gelungenen Roman, der in die Tiefe geht. Absolut Spitzenklasse! Aber lesen Sie selbst.



Donnerstag, 25. Januar 2018

George Tenner - Der Tod ist keine schwarze Gestalt





Zum Buch:

Julia war eine überaus hübsche Frau, groß gewachsen, schlank, mit einer Ausstrahlung, die Männerherzen in Wallung brachte; doch eigentlich war sie ein wandelndes Ersatzteillager, das seit ihrer frühen Jugend dafür sorgte, dass sie überhaupt überleben konnte. Der Tod spielte ständig mit ihr, gab ihr ein Stück des Lebens als Darlehen wieder zurück, um sie abermals aufzurufen. Jedes Mal, wenn sie ein Stück von diesem Darlehen erhalten hatte, versuchte sie, das Leben in vollen Zügen zu genießen
Doch welcher der Frauen in Jacques Offenbachs »Phantastischer Oper Hoffmanns Erzählungen«, kommt Julia am nächsten: Olympia, der Puppe, Antonia, der Künstlerin oder Giulietta, der Hure?

Rezension:

Ein Auf und Ab der Gefühle. Julia zu lieben ist eine wahrhaft große Herausforderung, da sich durch ihre Borderline-Erkrankung ihr Wesen verändert. Jason, der Nerven wie Drahtseile besitzt, versucht mit aller Liebe, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft Julias Leben erträglicher zu machen. Doch der Tod ist stets präsent.
Der Autor zeigt in dieser Novelle, wie nah sich Leben und Tod stehen. Wie Krankheit einen Menschen verändert, immer weiter abgleiten lässt und die Liebe allmählich an Macht verliert. Starke Gefühle, die hoffen lassen und doch immer wieder ins Wanken geraten.
Wie die Geschichte ausgeht, lesen Sie am besten selbst.

Diese Novelle von George Tenner hatte mich völlig in ihren Bann gezogen

Viel Spaß!


Mittwoch, 24. Januar 2018

Andreas Wisst - Leas Erbe - Sterne Blut




Kurzbeschreibung 

2099
Die Große Katastrophe. Der Krieg. Die Seuche.
2528
Endlich eine neue Zeit.
Aber der Frieden trügt, denn keine der menschlichen Rassen – weder Menschen noch Vampire - hat aus der Vergangenheit gelernt.
So zerbricht Leas Leben.
Über Nacht von der Studentin und erfolgreichen Pilotin zur Gejagten, ihre Freunde in tödlicher Gefahr und Lea weiß nicht warum.
Doch es ist ihr Erbe.
Und um sich und ihre Freunde zu retten, muss Lea das Geheimnis ihrer Herkunft lösen.
Schnell. Gegen den Verrat. Gegen den Tod.
Und die Zeit läuft ...

Rezension

Man taucht ein in das Jahr 2528. Die Redensart hat sich kaum geändert, jedoch das Leben selbst. Die Menschen leben in den Städten nach einer großen Katastrophe unter Kuppeln, was ihrem Schutz dienen soll. Die Sperrzonen außerhalb dieser Kuppeln dürfen nur mit Genehmigung betreten werden. Wilde Tiere, die dort leben sollen, bedeuten eine große Gefahr.  Die Protagonistin Lea missachtet dieses Verbot, denn sie hat ein Treffen mit ihrer angeblichen Tante.
Es entsteht eine spannungsgeladene Atmosphäre, man fiebert mit und fühlt sich mittendrin im Geschehen. Eine fremde Welt wird uns offenbart, die jeder sich vorstellen kann, wie er sie sehen möchte.


Viel Spaß bei Lesen dieser Fantasie-Geschichte !

Donnerstag, 2. November 2017

Elsa Rieger - Am Abgrund



                                                                              NEU!!!

„Am Abgrund“ ist ein echter Elsa Rieger Roman. Offen und ehrlich, die Redensweise manchmal derb, jeweils passend zur Szene. Hauptsächlich jedoch ist diese Geschichte mit Charme und Wiener Schmäh erzählt. Die bildgewaltige Sprache der Autorin, schafft einen schnellen Einstieg ins Geschehen. Langweile kommt keine auf, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Satz für Satz kaum Atempausen. Aufregend, liebevoll und abenteuerlich sowie wunderbar geschaffene Charaktere, geben diesem Roman ein besonderes Flair. Man muss Prioritäten setzten und sagen: Hier muss ich mal verschnaufen.

Handlung:

Franz, Architekt, Schorsch bei der Kripo, der einen Mordfall auf dem Tisch hat. Die beiden sind die besten Freunde, Blutsbrüder, bis sie Feh kennenlernen. Ein zauberhaftes Persönchen, mit viel Sexappeal, und Schauspielerin in einer Theatergruppe. Schorsch sogleich Feuer und Flamme, bei Frauen immer, legt sich bei ihr mächtig ins Zeug. Franz hingegen hat zu erst kein Interesse, zu oft muss er noch an seine verstorbene Frau denken. Doch auf ihn hat es Feh abgesehen. Da kann auch Franz nicht widerstehen. Sie verlieben sich ineinander und Schorsch ist sauer, dass er keinen Erfolg bei ihr hat. Streit zwischen den Freunden ist vorprogrammiert. Auch als Schorsch erfährt, dass Franz in seiner Firma gekündigt worden ist und beschlossen hat nach Peru auszuwandern, verärgert ihn sehr. Schorsch gibt nicht auf,  Feh zu umwerben. Ausgerechnet führen die Spuren im Mordfall zum Bauunternehmen Hartenstein, den Eltern von Feh. Aber noch andere Ungereimtheiten kommen allmählich ans Tageslicht. Ein Drama nach dem anderen. (Ich verrate es Ihnen: Ein paar Tränen sind bei mir in der Endphase gekullert)
Was noch alles passiert, und wem zum Schluss Feh ihre Liebe schenkt, müssen Sie selbst lesen.



Ihre
Rita Hajak

Freitag, 11. August 2017

Karen Grace Holmsgaard - Der Katzenprinz




Der Katzenprinz ist ein Roman, in dem die Autorin Karen Crace Holmgaard warmherzig und erfrischend offen über sich erzählt. Sie klagt nicht, hat meist gute Laune, sieht die Dinge eher positiv. Sie lässt den Leser teilhaben an ihren Gefühlen, Hoffnungen und an ihrer neuen Liebe. Ihr Optimismus wird anderen Menschen in ähnlicher Situation sicher Auftrieb geben.

Caro hat ein Handicap, sie ist gehbehindert, seit Geburt. Nach einer gescheiterten Ehe, widmet sie sich liebevoll ihren Pferden, auf einem kleinen Hof den sie geerbt hat. Ganz gegen ihren Willen verliebt sie sich in ihren Nachbarn Rick. Sie rechnet sich jedoch keine Chancen aus mit ihrer Behinderung auf sich aufmerksam zu machen. Wie erstaunt es sie, als Rick sich für sie interessiert. Sie bleibt misstrauisch. In einer Klinik lässt sie sich nach einer Methode behandeln, die noch nicht offiziell zugelassen ist. Alles scheint sich zum Guten zu wenden.

Wunderschön beschreibt die Autorin die Landschaft in Dänemark, was es leicht macht, nahe am Geschehen zu sein. Dieser Roman bescherte mir eine angenehme Lesezeit und ich empfehle ihn gerne weiter.

„Der Katzenprinz“, ein teilweise autobiografischer Roman der Autorin. 



Ich wünsche viel Freude beim Lesen! 

Ihre Rita Hajak