Mittwoch, 30. Januar 2013

George Tenner »Nacht über der Insel«




  »Nacht über der Insel« von George Tenner ist der vierte Krimi, dessen Schauplätze auf der Insel Usedom angesiedelt sind. Kommissar Lasse Larson führt wir gewohnt die Ermittlungen.

Zu dem Inhalt des Romans sei so viel gesagt:  Die Ausflügler einer Physiker-Gruppe werden am Himmelfahrtstag 2004 Augenzeuge eines Flugzeugabsturzes. Es wird festgestellt, dass es sich dabei nicht um einen Unfall handelt.
Bevor Kommissar Larson die Ermittlungen aufnimmt, erhält der Leser einige Hintergrundinformationen, die bis kurze Zeit vor Ende des Zweiten Weltkrieges sowie einige Zeit danach, reichen. Sie tragen zum allgemeinen Verständnis des Inhalts bei.
Der Autor behandelt ein heikles Thema unserer Gesellschaft.
Der Krimi ist voller Spannung, intelligent gestrickt, gut recherchiert, und von hohem literarischem Wert.

Empfehlenswert sind alle Bücher des Schriftstellers, George Tenner, bei denen, jedes für sich, exzellent, gut recherchiert und spannend geschrieben ist.
Wenn Sie mehr über den Schriftsteller, George Tenner, erfahren möchten, schauen Sie auf seine

Internetpräsenz.


Samstag, 12. Januar 2013

The Next Big Thing Blog Hop

»The Next Big Thing Blog Hop« (TNBTBH) ist eine internationale Aktion, bei der AutorInnen erzählen, an welchem Buch sie gerade arbeiten. Im Rahmen eines Interviews beantworten sie immer die gleichen Fragen und veröffentlichen es in ihrem Blog. Die AutorIn stellt darüberhinaus die Person vor, die sie zur Teilnahme eingeladen hat, und erwähnt die AutorInnen, die als Nächste die Fragen beantworten werden.
Irmgard Hiergeist hat mich freundlicherweise zu diesem Interview eingeladen.
 
The Next Big Thing Blog Hop – Mein Interview
 
Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?
Darüber möchte ich noch nichts verraten.
 
Woher kam die Idee für das Buch?
Ein winziges Ereignis in meinem Umfeld hat mich inspiriert, daraus eine Geschichte zu stricken. Es ist genaugenommen eine weitere Krimigeschichte meiner bereits erschienenen Romane »Mord im Hexenturm« und »Auch Engel können sterben«, die jedoch alle in sich abgeschlossen sind.
 
Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Krimi
 
Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?
Geld verdirbt den Charakter.
 
Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer
Filmumsetzung spielen?

Es gibt genügend Krimis und Krimiserien, in denen Charaktere vorkommen, die geeignet wären.
 
Werden Sie Ihr Buch selbstverlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?
Ich werde mein Manuskript an einige ordentliche Verlage senden und auf die große Überraschung warten, hoffen.
 
Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Da ich leider oft unterbrechen musste, kann ich das pauschal nicht beantworten. Aber ich gehe mal von 6 Monaten aus.  Danach noch einmal 2 Monate zum Überarbeiten.

Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?
Krimis, in denen die Ermittlertätigkeit vorrangig ist.
 
Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?
Krimileser sind ein Völkchen für sich. Wenn es das passende Thema ist, wird sich der Leser auch dafür interessieren, sofern er gerne die Arbeit der Ermittler und deren Privatleben kennenlernen möchte.
 
Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?
Die Autorin Marion Trost hat sich bereit erklärt die Fragen des Interviews zu beantworten, wofür ich mich herzlich bedanke!
Marion T. arbeitet zurzeit an einem Thriller. Lesen Sie dazu ihr Interview

Weitere Interviews

Molly Adams Autorin von Kurzgeschichten, Romane, Gedichte und Essays 
http://www.mollyadams.org/das-interview-mit-tnbtbh/


 

Dienstag, 13. November 2012

Vorlesetag am 16. November

Die Kinder werden ihre helle Freude daran haben, wenn sie den fantastischen, spannenden, interessanten Geschichten lauschen dürfen. Prominente, weniger Prominente, alle, die Spaß daran haben, werden in Schulen, Kitas oder Bibliotheken vorlesen.

Für Kinder ist es wichtig, sie für Bücher, Geschichten zu begeistern. Sie müssen gefördert werden und selbst die Lust am Lesen finden. Auch für ihre Bildung ist es vorteilhaft, durch das Lesen, Neues zu entdecken und zu begreifen.

Jeder der Lust und Spaß daran hat, kann an der Leseaktion teilnehmen.
Die Wahl der Leseorte sei Ihnen freigestellt. Und nun viel Spaß beim Vorlesen!

Informationen erhalten Sie hier vorlesetag.de

Montag, 2. Januar 2012

Interview mit Keltermeister Jörg Stier - Rund um den Apfelwein

Der Apfelwein gehört in Hessen zu den traditionellen Getränken. Er ist wohlschmeckend, bekömmlich und kalorienarm. Pur getrunken ist er ein Genuss. Mit einem Alkoholgehalt von ca. 5,5 % kann er zu vielen deftigen Gerichten genossen werden. Auch mit Mineralwasser abgespritzt wird zu einem idealen Erfrischungsgetränk. Apfelwein ist ein Naturprodukt. Man sagt ihm sogar eine gesundheitliche Wirkung nach. Wissenschaftler bestätigten, dass Apfelwein, der aus „Alten Apfelsorten“ gepresst wurde, durch seinen hohen Gehalt an Phenol sich vorbeugend gegen Herzinfarkt und Schlaganfall auswirken kann. Sie können Apfelwein in jeder Variation genießen. Zum Beispiel: als Most, Süßer, Rauscher, Trüber und vielen anderen Geschmacksrichtungen.

Jörg Stier von der Kelterei Stier in Maintal-Bischofsheim hat mir erfreulicherweise einige Fragen zum Thema Apfelwein beantwortet.

Herr Stier, Sie sind nicht nur Keltermeister sondern auch Autor. Sie haben einige wunderschöne Bücher und Hörbücher zum Thema Apfelsaft veröffentlicht. In Ihrem Buch »Apfelwein in Geschichten und Anekdoten« erhält man einen tieferen Einblick in die Geschichte und den Werdegang des Apfelweines, wie Sie selbst sagen!

Rita Hajak: Welche Äpfel bevorzugen Sie, und aus welcher Region stammen sie?

Jörg Stier: Die von uns verarbeiteten Äpfel stammen aus den Streuobstwiesen zwischen Büdingen und Würzburg (Wetterau / Spessart) mit dem Hauptanteil aus den Maintaler Streuobstwiesen. Bevorzugt sind die alten Obstsorten, dies in möglichst großer Durchmischung.

Rita Hajak: In welchen Behältern wird der AW gelagert?

Jörg Stier: Unsere Apfelweine werden in Edelstahl vergoren und gelagert.

Rita Hajak: Kann man den Apfelwein längere Zeit lagern oder muss er schnell verbraucht werden?

Jörg Stier: Kommt auf Herstellung und Lagerung an. In Hessen sagt man, Apfelwein solle „seinen Geburtstag nicht erleben“ – in anderen Regionen wird der Apfelwein erst nach einem Jahr angestochen. Prinzipiell kann ist es so, dass die Vorzüge des Apfelweines (wenige Säure, geringer Alkohol) zum Verzehr einladen, die Lagerung aber schwieriger machen. Was wiederum über die Qualität des Lagers (Edelstahl, Kühlung) kompensiert werden kann.

Rita Hajak: Wie erreicht man den unterschiedlichen Geschmack der verschiedenen AW-Sorten?

Jörg Stier: Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. U.a. sind hier zu nennen: Dauer der Hefereifung; Auswahl der Apfelsorten; Zugabe saurer Früchte (Speierling, Mispel usw.); Ausbau zur Füllung (Restsüße, karbonisierte Kohlensäure); Veredlung (Sherrysierung, zweite Gärung).

Rita Hajak: Wie lange dauert die Herstellung vom Apfel bis zum trinkfertigen Apfelwein?

Jörg Stier: Ab dem Martinstag (11.Nov) wird traditionell der erste Apfelwein aus neuer Ernte ausgeschenkt. Die Dauer des Ausbaus hängt dann von der Sorte ab.

Rita Hajak: Bereitet Ihnen die Arbeit in Ihrer Kelterei Freude?

Jörg Stier: ja.

Vielen Dank, Herr Stier, für dieses interessante Gespräch!

Rita Hajak


Jörg Stier 1959 in Hanau geboren, und 1979 in die Kelterei seiner Eltern eingetreten. Inzwischen stellt er über 40 verschiedene Sorten Apfelweine in seiner Kelterei her. Nebenbei bietet er für Selbstkelterer Apfelweinseminare an.
Ein hohes Ansehen genießen die Kellerführungen mit Apfelweinprobe in seiner Maintaler Kelterei.

Noch mehr Bücher von Jörg Stier


Mehr erfahren Sie hier: www.kelterei-stier.de/

Dienstag, 22. November 2011

Casey Hill »Tabu«

Der Roman »Tabu« von Casey Hill verspricht Spannung und immer neue Wendungen bis zum Schluss!

Ein unaufhaltsamer Serienkiller treibt in Irland sein Unwesen. Die Opfer wurden vor dem Tod gezwungen gesellschaftliche Tabus zu brechen.

Reilly Steel, eine erfolgreiche CSI-Spezialistin aus Kalifornien, gelingt es, nach der Rückkehr in ihre Heimat Irland, die grausamen ungeklärten Taten einem Einzeltäter zuzuordnen. Schnell erfasst sie die Zusammenhänge und Botschaften des Killers. Gemeinsam mit dem Polizisten Chris Delany geht Reilly auf Mörderjagd, bevor Dublin im Blut versinkt.
Als Reilly klar wird, dass der Mörder ein Geheimnis aus ihrem früheren Leben kennen muss, beginnt ein tödliches Spiel.

Autoren
Casey Hill ist das Pseudonym für das Autorenpaar Duo Kevin und Melissa Hill. Sie leben in Süd-Dublin mit ihrer kleinen Tochter Carrie.



Sonntag, 9. Oktober 2011

Wolf-Gero Bajohr »Diesseits und jenseits des Todes«



Wolf-Gero Bajohr versteht es, in seinem Roman »Diesseits und jenseits des Todes« auf  über 6oo Seiten, verteilt auf zwei Bände, keine Langeweile aufkommen zulassen. Ein Buch, das die Vorkommnisse von fünf Tagen, bei der Bundeswehr im Jahre 1960, schildert. Tage, die abwechslungsreicher nicht sein könnten. Man kann sich kaum vorstellen, in so kurzer Zeit eine solche Fülle von Ereignissen zu erleben.

Da kommt Schütze Wolf gerade recht. Sein vorlautes Benehmen einem Vorgesetzten gegenüber hat zur Folge, dass man ihn auf einen Kontrollaußenposten strafversetzt. Auf einem Bauernhof schlägt er sein Zelt auf, nicht ahnend, was für Tragödien auf ihn einstürzen werden. Die Militärfahrzeuge fahren ein und aus. Schütze Wolf kontrolliert ordnungsgemäß die Papiere von Offizieren, Feldwebel und anderen Militärangehörigen.
Bewohner aus dem Dorf kommen täglich zu einem Gespräch zu ihm, die kleine Jutta wird seine liebste Freundin.

Trotz der unterhaltsamen Erzählweise dieses Romans in zwei Teilen spürt man inhaltlich einen tieferen Sinn. Der Autor kommt nicht umhin, sich mit seinen Besuchern unter anderem über die Themen Verantwortlichkeit, Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft und Freundschaft zu unterhalten. Fragen werden gestellt und beantwortet. Das geschieht spielerisch im Dialog, dass die Sachlichkeit nicht auffällig ist.

Auch die Seele kommt ins Gespräch. Der Protagonist Wolf wird von Schutzgeistern und von seinem toten Bruder aus der Zwischenwelt aufgesucht. Erst viel später bemerkt Wolf, dass er  in der Zwischenwelt gelebt hat. Während dieses Manövereinsatzes von wenigen Tagen wird dem Leser ein Einblick in die Welt einer höheren Lebensform gewährt, die außerhalb unserer irdisch-menschlichen Existenz in einer verborgenen Welt lebt.

Ein eindrucksvolles Buch, das man aufmerksam lesen sollte, damit einem nichts entgeht und man den Sinn erfasst. Diesseits und jenseits des Todes: Fünf ereignisreiche Tage im Oktober 1960
Dass es Tote gibt, bleibt leider nicht aus. Aber das sollten Sie selbst lesen.


Der Autor

Wolf-Gero Bajohr, im Zweiten Weltkrieg geboren, verliert im Alter von vier Jahren Vater und Bruder, was tiefe Spuren in seinem Leben hinterlässt. Er sieht sich selbst als Opfer von Ungerechtigkeit und fehlender Chancengleichheit, was ihn ein besonderes Gespür für Menschen, insbesondere Kinder denen Ähnliches droht, entwickeln lässt.

(Anmerkung: Der Autor ist im Juni 2012 leider verstorben)