Donnerstag, 2. November 2017

Elsa Rieger - Am Abgrund



                                                                              NEU!!!

„Am Abgrund“ ist ein echter Elsa Rieger Roman. Offen und ehrlich, die Redensweise manchmal derb, jeweils passend zur Szene. Hauptsächlich jedoch ist diese Geschichte mit Charme und Wiener Schmäh erzählt. Die bildgewaltige Sprache der Autorin, schafft einen schnellen Einstieg ins Geschehen. Langweile kommt keine auf, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Satz für Satz kaum Atempausen. Aufregend, liebevoll und abenteuerlich sowie wunderbar geschaffene Charaktere, geben diesem Roman ein besonderes Flair. Man muss Prioritäten setzten und sagen: Hier muss ich mal verschnaufen.

Handlung:

Franz, Architekt, Schorsch bei der Kripo, der einen Mordfall auf dem Tisch hat. Die beiden sind die besten Freunde, Blutsbrüder, bis sie Feh kennenlernen. Ein zauberhaftes Persönchen, mit viel Sexappeal, und Schauspielerin in einer Theatergruppe. Schorsch sogleich Feuer und Flamme, bei Frauen immer, legt sich bei ihr mächtig ins Zeug. Franz hingegen hat zu erst kein Interesse, zu oft muss er noch an seine verstorbene Frau denken. Doch auf ihn hat es Feh abgesehen. Da kann auch Franz nicht widerstehen. Sie verlieben sich ineinander und Schorsch ist sauer, dass er keinen Erfolg bei ihr hat. Streit zwischen den Freunden ist vorprogrammiert. Auch als Schorsch erfährt, dass Franz in seiner Firma gekündigt worden ist und beschlossen hat nach Peru auszuwandern, verärgert ihn sehr. Schorsch gibt nicht auf,  Feh zu umwerben. Ausgerechnet führen die Spuren im Mordfall zum Bauunternehmen Hartenstein, den Eltern von Feh. Aber noch andere Ungereimtheiten kommen allmählich ans Tageslicht. Ein Drama nach dem anderen. (Ich verrate es Ihnen: Ein paar Tränen sind bei mir in der Endphase gekullert)
Was noch alles passiert, und wem zum Schluss Feh ihre Liebe schenkt, müssen Sie selbst lesen.



Ihre
Rita Hajak

Freitag, 11. August 2017

Karen Grace Holmsgaard - Der Katzenprinz




Der Katzenprinz ist ein Roman, in dem die Autorin Karen Crace Holmgaard warmherzig und erfrischend offen über sich erzählt. Sie klagt nicht, hat meist gute Laune, sieht die Dinge eher positiv. Sie lässt den Leser teilhaben an ihren Gefühlen, Hoffnungen und an ihrer neuen Liebe. Ihr Optimismus wird anderen Menschen in ähnlicher Situation sicher Auftrieb geben.

Caro hat ein Handicap, sie ist gehbehindert, seit Geburt. Nach einer gescheiterten Ehe, widmet sie sich liebevoll ihren Pferden, auf einem kleinen Hof den sie geerbt hat. Ganz gegen ihren Willen verliebt sie sich in ihren Nachbarn Rick. Sie rechnet sich jedoch keine Chancen aus mit ihrer Behinderung auf sich aufmerksam zu machen. Wie erstaunt es sie, als Rick sich für sie interessiert. Sie bleibt misstrauisch. In einer Klinik lässt sie sich nach einer Methode behandeln, die noch nicht offiziell zugelassen ist. Alles scheint sich zum Guten zu wenden.

Wunderschön beschreibt die Autorin die Landschaft in Dänemark, was es leicht macht, nahe am Geschehen zu sein. Dieser Roman bescherte mir eine angenehme Lesezeit und ich empfehle ihn gerne weiter.

„Der Katzenprinz“, ein teilweise autobiografischer Roman der Autorin. 



Ich wünsche viel Freude beim Lesen! 

Ihre Rita Hajak

Montag, 22. Mai 2017

Paula Henkels - Wir wollten nur dich



Die Geschichte beginnt mit dem ganz normalen Wahnsinn einer Familie mit zwei halbwüchsigen Kindern. Wen wundert es da, dass der Vater nicht begeistert ist, von dem Wunsch seiner Frau, ein Kind zu adoptieren, obwohl er dieser Möglichkeit einst zugestimmt hatte. Doch die Mutter lässt von diesem Wunsch nicht mehr ab. So wird schließlich ein Adoptionsantrag gestellt. Mit Schwierigkeiten die sich daraus ergeben, hatten sie nicht gerechnet.

Meine Neugier war geweckt. Wie würde diese Mutter mit den angekündigten Problemen fertig werden? Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Also, las ich weiter. Es hat sich gelohnt!

Eine Familie, die es in sich hat. Ein Problem löst das andere ab. Das so sehr gewollte Adoptivkind  entpuppt sich als schwierig in allen Lebenslagen. Wie können Eltern sowas aushalten?
Eine liebenswerte autobiografische Geschichte, die ich Familien, insbesondere Familien mit Kindern, empfehle. Auch sehr interessant und aufschlussreich für junge Leser, denn die Autorin hat eine lockere, teilweise burschikose, Schreibweise.

In diesem Roman von Paula Henkels gibt es keinen Stillstand. Sie erleben ein aufregendes Auf und Ab von Situationen und Gefühlen, die eine Mutter und auch einen Vater an den Rand des Wahnsinns treiben. Wie weit geht die Liebe zu seinem Kind? Unendlich weit!

Ich kann diese Geschichte bestens empfehlen in der alle Gefühlslagen zum Ausdruck kommen: Liebe, Hass, Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Resignation. Sie werden ein Taschentuch brauchen.

Ich durfte diesen Roman vorab lesen und bedanke mich dafür bei der Autorin.



Gute Unterhaltung wünscht Ihnen

Ihre Rita Hajak


Sonntag, 7. Mai 2017

Ernst-Michael Schwarz - Letzte Spur Golgatha?


Der Autor Ernst-Michael Schwarz präsentiert die „Jesus-Geschichte“ aus seiner Sicht, was ihm vortrefflich gelungen ist. Ein Roman dessen Thema interessant und spannend verpackt ist, vom Anfang bis zum Ende. In einem flotten Erzählstil und einer schönen Sprache könnte man meinen, der Autor wäre ein Teil dieser Epoche, so echt und lebensnah schildert er seine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Einiges wird sie erstaunen, einiges verwundern und anderes wieder erfreuen.

Der Autor geht der Frage nach: Ist Jesus wirklich am Kreuz gestorben? Hatte Pontius Pilatus nicht ganz anderes mit ihm vor? Die Spurensuche führt nach Judäa, auf die Festung Antonia im alten Jerusalem und bis Südfrankreich, zu einem merkwürdigen Dorf und den Resten eines römischen Forts. Das überraschende Ergebnis wird zum bestgehüteten Geheimnis - bis heute?

Ob es nun spekulativ ist oder nicht. Was solls, mir hat diese Version sehr gut gefallen. Wer weiß schon ganz genau, was zu jener Zeit wirklich passiert ist.



Ich wünsche viel Freude und spannende Lesemomente!

Ihre Rita Hajak






 



Donnerstag, 23. März 2017

Christine Erdic - Luhg Holiday



In diesem Buch sind Band 1 und 2 vereint. Ein wunderschönes Geschenk, für alle, die es gemütlich lieben. Wer lieber die Bände einzeln als e-book lesen möchte, dem steht nichts im Wege.
Band 1
Der Autorin Christine Erdiç ist eine zauberhafte Geschichte gelungen. Sie versteht es, den Leser in die atmosphärische Geschichte mit hineinzuziehen. Gruseleffekt garantiert. Liebevoll, in verständlicher Sprache erzählt.
Inhalt:
Familie Kohlmann, die mit drei Kindern auf dem Weg zu einer Tante ist, um bei ihr das Weihnachtsfest zu verbringen. Ein angekündigter Schneesturm, zwingt sie zu übernachten. In einem alten einsamen Hotel am Wald, bitten sie um Einlass, der ihnen von einem kleinen Männlein gewährt wird. Im Haus ist es kalt und finster und ein mulmiges Gefühl macht sich bei der Familie breit. Die Neugierde der Kinder ist nicht zu bremsen. Sie wollten wissen, welches Geheimnis hier verborgen liegt. Nicht lange, und sie sind umgeben von vielen kleinen Ghuls, die eine Überraschung nach der anderen zu bieten haben.
Mehr möchte ich nicht verraten. Sie, liebe Leser, werden erstaunt sein, was für eine Wahrheit zum Vorschein kommt. Mit rechten Dingen geht es jedenfalls nicht zu. Ich habe die Geschichte mit Genuss gelesen und mit Vorfreude auf die Fortsetzung gewartet.
Band 2
Es bleibt spannend. Christine Erdiç versteht es, auch der Fortsetzung ordentlich Leben einzuhauchen. Einige Jahre sind vergangen, die Kinder erwachsen.
Inhalt:
Sabrina und ihre beiden Freundinnen haben auf dem Weg in den Urlaub einen kleinen Autounfall. Ein geheimnisumwitterter junger Medizinstudent leistet Hilfe und bringt sie in ein naheliegendes Hotel. Wie erstaunt ist Sabrina, als sie vor dem Luhg Holiday steht, wohin es sie mit den Eltern bereits vor sieben Jahren verschlagen hatte. Sie wird von den Ghulen wiedererkannt und die Freude ist groß. Aber auch dieses Mal bleibt es nicht aus, dass merkwürdige Dinge geschehen und neue schaurige Geheimnisse ans Tageslicht kommen.
Flott erzählte Geschichten in denen keine Langweile aufkommt, einfach herrlich.
Sie, liebe Leser haben den Vorteil, Band 1 und 2 ohne Wartezeit lesen zu können.




Ich wünsche viel Spaß
Ihre Rita Hajak



Samstag, 14. Januar 2017

Daggi Geiselmann - Ndrangheta - Frauen in den Krallen der Mafia






Fast Jeder hat schon von der Mafia gehört. Aber die Wenigsten wissen, was da wirklich abgeht. 

Zum Buch

Ein Roman der zeigt, wie die Realität in Kalabrien heute noch aussieht!

Greta heiratet den gefährlichen ´Ndrangheta-Paten Don Mario Comercio. Zuerst macht sie sich über seine Verbrechen keine Gedanken und genießt den Wohlstand, den sie sich immer gewünscht hatte. Aber bald erkennt sie, in welche Rolle er ihren Sohn drängt und will ausbrechen. Sie vertraut sich ihrem ehemaligen Schulfreund, einem Capitano der italienischen Polizei, an und ahnt nicht, welche dramatischen Ereignisse sie erwarten.


Das Thema „Mafia“ gehört nicht zu meinem Interessengebiet. Dennoch war ich neugierig und anschließend angenehm überrascht.
Egal ob authentisch dargestellt oder gut recherchiert, Daggi Geiselmann hat einen tollen Roman geschrieben, in dem sie die Machenschaften der Mafia-Bosse verdeutlicht ohne zu tief in die Materie einzudringen. So fällt es leicht, sich einen Einblick in deren dubiose Geschäfte und ihren Familien zu verschaffen. Nicht immer sind die Frauen einverstanden mit den Taten ihrer Männer, was böse Folgen haben kann. Das Leid der Frauen ist gut geschildert und lässt sich leicht nachempfinden.

Ein Roman voller Spannung, flott erzählt und nie langweilig. Ein gelungene Geschichte, die ich gerne weiterempfehle. (Rezension)




Wünsche eine spannende Lesezeit!
Ihre Rita Hajak