Donnerstag, 30. November 2017

Rita Hajak - Tränen der Verzweiflung - Mord und andere Tragödien






Zum Buch
Immer wieder kommt es in der Partnerschaft zu häuslicher Gewalt. Die Leidtragenden sind meist die Frauen und deren Kinder. Die Frauen verzweifeln daran, sind voller Wut und Hass. In dieser bedrohlichen Situation sind sie zu allem fähig.
Sicherlich ist es nicht immer leicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Bewahren Sie einen kühlen Kopf.
Dennoch seien Sie auf der Hut. Bei einer akuten Bedrohung ist schnelles Handeln erforderlich. Zu Ihrem eigenen Schutz! Verzweifeln Sie nicht! Es gibt immer einen Weg! Wenden Sie sich an eine Person Ihres Vertrauens.
Auch älteren Menschen, die meinen nicht mehr wichtig für die Familie zu sein, sei gesagt: Bleiben Sie stark, setzen Sie sich durch. Ebenso ist Eifersucht zwischen den Partnern nicht immer begründet. Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse. Manches lässt sich in einem vernünftigen Gespräch klären.

Leseprobe aus der Geschichte "Die Entscheidung"

Es war spät abends, als Sabine den Schlüssel im Schloss hörte. Sie begann zu  zittern. Die Wohnungstür ging nicht auf. Rainer, ihr Ehemann klopfte laut und kräftig dagegen. »Öffne sofort die Tür, sonst trete ich sie ein!«, rief er wütend.
Sabine hatte am Vormittag ein neues Schloss einbauen lassen, seine Koffer gepackt und vor die Tür gestellt. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Doch die Angst schnürte ihr die Kehle zu. Ihre Kinder hatte sie sicherheitshalber zu ihrer Mutter gebracht. Es war durchaus zu erwarten, dass es heute noch zu einem handfesten Krach käme. Aber sie wollte stark sein, wollte endlich frei sein. Frei von diesem Teufel in Menschengestalt. Eher wollte sie sterben, als länger diese Schmach zu ertragen. Was war nur aus diesem aufmerksamen, liebevollen Menschen geworden den sie geheiratet hatte? Sie verstand die Welt nicht mehr.
Es begann, als Tina zur Welt kam. Er war nicht wiederzuerkennen. Rainer entpuppte sich zu einem völlig anderen Menschen, beschimpfte sie ständig und ließ nicht mehr mit sich reden. Wenn sie ihm widersprach, schlug er zu.
Zwei Jahre später, nach der Geburt von Michael, hoffte sie, dass Rainer sich vielleicht vor Freude über einen Stammhalter ändern würde. Doch nichts dergleichen geschah, eher das Gegenteil. Er war noch unausstehlicher geworden. Sabine hatte keine Kraft mehr sich gegen ihn aufzulehnen.
»Sollten wir uns nicht besser trennen«, meinte sie einmal zögernd.
Die Antwort war ein Schlag ins Gesicht und ein hämisches Grinsen. »Das könnte dir so passen!«

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Ich wünsche eine spannende Lesezeit, dieser Kurzgeschichten!

Rita Hajak

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